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Aktuelles, Veranstaltungen, Termine

 

Liebe KollegInnen,

wir möchten auf die nächste hochkarätige und spannende EMDR Konferenz in Hamburg hinweisen.

hamburg

www.emdr2010.eu

Viele Grüße!
Eva Münker-Kramer

 

EMDR European Conference 2010 in Hamburg ( 11.-13.6.)

emdr - europa

 

 

ZWEITE GENERALVERSAMMLUNG

 

EMDR NETZWERK ÖSTERREICH –

Fachgesellschaft für spezifische Traumatherapie

 

Am 4. 2. 2006 fand die 2. ordentliche Generalversammlung des EMDR-Netzwerkes Österreich im Institut für Traumaverarbeitung T&W, Halbg.25/2/5 1070 Wien statt.

Nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit und den Berichten wurde der Vorstand entlastet. Die Rechnungsprüferinnen hoben dabei die äußerst sparsame Finanzgebarung des Vorstandes hervor. Der Neuwahl stellten sich der gesamte Vorstand in den bisherigen Funktionen und die Rechnungsprüferinnen. Alle wurden einstimmig in offener Wahl bestätigt. Der Verein hat zurzeit 51 Mitglieder und wächst kontinuierlich weiter.

 

Zurückschauen - Bericht des Vorstandes

Als Vorsitzende gab Eva Münker-Kramer einen ausführlichen Überblick über die internen Tätigkeiten und ihre Arbeit als Vertretung im europäischen Fachverband EMDR Europa.

 

Der Vorstand hat in 7 Vorstandssitzungen inhaltlich-fachliche, berufspolitische und organisatorische Themen bearbeitet. Die Zertifizierungskommission hat in 5 Sitzungen eingereichte Zertifizierungsanträge positiv bestätigen können.

 

Dank der Kommunikation über E-mail konnten akute Anfragen und Themen rasch diskutiert und beantwortet werden. Auch ein Großteil der Mitgliederinformationen geht neben dem „normalen“ Postweg bereits diesen Weg.

 

Zum Stichwort  „Internet“ wurde Heinz Längle für die Betreuung und Wartung der Homepage lediglich gegen Entfall seines Mitgliedsbeitrages herzlich gedankt. Der Verein kann und konnte sich bereits dadurch viel einsparen.

 

Fachlich-inhaltliche Themen und kollegialer Austausch wurden durch die Organisation von 3 Netzwerktagen initiiert. Mehr dazu beim Bericht über den Netzwerktag am 4.2.2006.

 

Gleich zu Beginn der abgelaufenen Funktionsperiode erreichte der Verein EMDR-Netzwerk Österreich im Europäischen Dachverband EMDR Europe Association (www.emdr-europe.org) den Status eines ordentlichen Mitgliedes. Dies erfolgte nach eingehender Beobachtung unserer Fachgesellschaft durch einen Vertreter von EMDR Europa bis Sommer 2004, bei dem die Kriterien für die Mitgliedschaft bei EMDR Europe Assoication kontinuierlich überprüft wurden: Struktur als demokratischer Verein mit freien Vorstandswahlen, fachlich übergreifend, d.h. getragen von VertreterInnen aus verschiedenen Ausbildungsinstituten, Trennung von Fachgesellschaft und Fachinstituten, Einhalten der Statuten von EMDR-Europa – hier vor allem die Vereinbarung, dass lediglich autorisierte TrainerInnen Grundausbildungen in EMDR anbieten - und positive Mitglieder-Entwicklung. Einige dieser Kriterien – vor allem die Verpflichtung der Ausbildung durch autorisierte TrainerInnen - waren bei der bisherigen Gesellschaft, die Österreich ursprünglich in EMDR Europe vertreten hatte, trotz vielmaliger Mahnung nicht erfüllt worden und daher wurde diese Gesellschaft im Jänner 2004  ausgeschlossen und durch uns in Beobachterstatus ersetzt. Bei der Sitzung des Vorstandes von EMDR Europe in Stockholm im Juni 2004  wurde aufgrund des Berichtes des Beobachters und aufgrund der durch Eva Münker-Kramer präsentierten Fakten der Beobachterstatus durch den Status der ordentlichen Mitgliedschaft per Abstimmung ersetzt. Somit sind wir die einzige autorisierte Vertretung Österreichs bei EMDR Europa.

An 4 Ganztagesklausuren von EMDR Europe in Stockholm, Mailand, Brüssel und Wien konnten neben den berufspolitischen Themen Kontakte geknüpft und vertieft werden. Am 27.11.2005 wurde die Vorstandsklausur von EMDR Europe durch unsere Fachgesellschaft in Wien organisiert.

 

Am 26.11.2005 gab es ein persönliches Treffen zwischen Joanne Morris-Smith und Gabi Maderböck, die im Namen der KollegInnen, die im EMDR-Netzwerk Österreich kinderspezifische Anliegen aufgreifen, dieses Gespräch wahrnahm.

 

Hineinschauen – Presse und Öffentlichkeitsarbeit

 

Aufgrund der Tsunami-Katastrophe gab es unter anderen gemeinsame Aktivitäten mit dem Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP), dem Österreichischen Netzwerk für Traumatherapie (ÖNT). Eine Ausweitung des Kassenstunden-Kontingents mit einer Sensibilisierung auf traumaspezifische Angebote wurde gemeinsam mit dem Verein für ambulante Psychotherapie Wien und NÖ organisiert und eine Vernetzung mit Psy-online hergestellt.

 

Dr. Sylvia Wintersperger war zu Gast bei Modern Times und gab einen Überblick über Traumatherapie und gestaltete einen Infotext bei Psy-online. Weiters gab es anlässlich des Seilbahnunglückes in Sölden eine Stellungnahme in ORF Tirol von Eva Münker-Kramer.

 

Dem AKUTteam NÖ konnten immer wieder EMDR-TherapeutInnen zur Nachbetreuung vermittelt werden und beim 9.Europäischen Psychologenkongress in Granada im Rahmen eines Vortrages zum Thema EMDR und CISM stellte Eva Münker-Kramer das EMDR-Netzwerk als österreichische Fachgesellschaft vor.

 

Im Spiegel-Bestseller „Die neue Medizin der Emotionen“ von David Servan-Schreiber (EMDR Frankreich) wird EMDR-Netzwerk als Österreich-Ansprechpartner genannt, dies führte bereits zu mehreren Anfragen bei etlichen KollegInnen. David Servan-Schreiber ist der französische Vertreter bei EMDR Europe Association und hier zeigen sich die Vernetzungsarbeit und die persönlichen Kontakte konkret.

 

Die Homepage des Vereines führte zu 25 Anfragen nach EMDR-TherapeutInnen und inhaltlichen Fragen. Im Herbst 2005 fand ein Treffen zwischen Eva Münker-Kramer und Sylvia Wintersperger mit deutschen EMDR-Trainer Oliver Schubbe statt, der auch Mitglied im Verein ist.

Vorausschauen - Herausforderungen

 

Vieles ist in den beiden ersten Jahren, seit Bestehen des Vereines passiert. Eine Fülle an Aufgaben wartet aber auch noch. So soll in den nächsten Vorstandsitzungen geklärt werden, ob die Europäische Fachtagung 2009 in Wien stattfinden soll.

Das wichtigste Ziel von EMDR-Netzwerk Österreich besteht darin, höchste Qualitätsstandards für die Anwendung, Forschung und Lehre von EMDR zum Wohle der PatientInnen zu etablieren, zu erhalten und bekannt zu machen.

 

Daher führen wir eine Liste mit SupervisorInnen und TherapeutInnen/BehandlerInnen und setzten uns auch mit der Frage auseinander, wie wir mit SupervisorInnen und TherapeutInnen/BehandlerInnen umgehen, die nicht in der Fachgesellschaft sind. Dies widerspricht den Statuten von EMDR Europe und muss in der nächsten Funktionsperiode angegangen werden. Mit Mai 2006 (nach 5 Jahren) laufen die Zulassungen der meisten österreichischen EMDR-SupervisorInnen aus und müssen bei uns neu beantragt werden. Auch in diesem Zusammenhang werden diese Fragen zu lösen sein.

 

Es gibt KollegInnen, die Teile der Ausbildung in Österreich bei nicht anerkannten Trainern absolviert haben und daher den Qualitätskriterien, denen die Fachgesellschaft verpflichtet ist, nicht erfüllen. Hierzu wird auf der Homepage noch einmal explizit ein Hinweis erfolgen (genaue Nennung der berechtigten TrainerInnen und Ausbildungsinstitute im deutschsprachigen Raum), da die KollegInnen zu Beginn ihrer Ausbildung offensichtlich leider nicht darauf  hingewiesen werden. Somit entsteht für uns leider immer wieder die undankbare Aufgabe, bei diesen KollegInnen, die gutgläubig mit der Ausbildung begonnen haben, die Zertifizierung abzulehnen. Hier ist die Aufklärungsarbeit in der Fachöffentlichkeit durch alle Mitglieder wichtig.

 

Die Repräsentantinnen für EMDR mit Kindern sind eingeladen laufend über ihre Arbeit zu berichten.

 

Im Sommer 2006 beginnt ein HAP (Humanitarian Assistance Program) - Projekt in Lviv, Ukraine. Hier wird eine Ausbildung in Psychotraumatologie und EMDR für 20 unkrainische Kolleginnen organisiert. Diesen werden in mehreren Ausbildungsblöcken von den Kolleginnen Eva Münker-Kramer, Sylvia Wintersperger, Brigitta Beghella (im ersten Block mit dem Spezialbereich Kinder) und Christine Rost (für das EMDR Fortgeschrittenenseminar) die o.g. Inhalte vermittelt. Zwei ukrainische Kolleginnen waren im Herbst 2004 bereits auf Einladung des EMDR-Instituts Austria zu Gast in Wien beim Einführungsseminar. Die Grundlinie von europäischen HAP-Projekten ist der Aufbau von Multiplikatorinnen vor Ort.

Die ausbildenden Kolleginnen stellen ihre Arbeitszeit unentgeltlich zur Verfügung, die Verpflegung und einfache Unterkunft vor Ort wird von den Veranstaltern vor Ort getragen und die Reisekosten werden über Spenden finanziert – hier sei allen KollegInnen aus den EMDR-Seminaren am EMDR-Institut Austria gedankt, die in den letzten 1,5 Jahren für dieses Projekt mit EMDR-Therapiematerialien als Gegenleistung gespendet haben.

 

Susanne Herceg-Eichler bietet aufgrund ihrer Mehrsprachigkeit (u.a. Portugiesisch) ihre Mitarbeit an. Ihre Ansprechpartnerin für Portugal ist Karla Schmidt-Riese vom EMDR Institut Deutschland.  

 

Besonders freuen wir uns über die Einladung der Hypnosegesellschaft. Dr. Marianne Martin kündigte an, dass der Kongress der europäischen Hypnosegesellschaft vom 17.-18.6. 2008 zu den Themen „Schmerz und Trauma“ stattfindet. Gewünscht ist eine Kooperation mit dem EMDR-Netzwerk Österreich mit inhaltlichen Beiträgen. Der Vorkongress findet am 16.9.08 statt und Eva Münker-Kramer und Sylvia Winterperger sind eingeladen, ihn zu koordinieren.

 

Die Überlegung des Vorstandes, aufgrund der Arbeit der letzten beiden Jahre die Funktionsperioden des Vorstandes zur Wahrung der Kontinuität und in Anbetracht längerfristiger Projekte auf drei Jahre zu verlängern, wird von den Anwesenden grundsätzlich befürwortet. Dafür müsste, um es statutenkonform zu beschließen, eine a.o. GV einberufen werden oder es könnte in der nächsten Arbeitsperiode realisiert werden. Beide Varianten sind möglich und der Vorstand wird dazu weiter beraten.

 

 

Vorbeischauen

 

Zum Ausklang und vor dem Programm des Netzwerktages gab es ein gemeinsames Essen beim Wirt`n. Beim gemütlichen Zusammensein wurde spürbar, dass die 2 Jahre arbeitsintensiv, kollegial und freundschaftlich vergangen sind.

Dies ist nach den Turbulenzen im Vorfeld um die EMDR Vertretung in Österreich eine sehr erfreuliche Entwicklung im Sinne der Sache und wir können sagen, dass es sich eben um ein  Netzwerk handelt, das seinen Namen nicht zufällig gewählt hat, sondern sich als qualitativ-tragende Basis versteht.

Wir danken an dieser Stelle allen, die sich schon die letzen Jahre engagiert haben und laden alle zum „weiternetzen“ ein.

 

 

Bericht: Mag. Elisabeth Grubner

 


Aktuelle Überlegungen zur traumaspezifischen Diagnostik

Hier ein Bericht von Mag. Petra Rau [pdf, 61K]